Maibaumsetzen
Das Maibaumsetzen zur Walpurgisnacht wird auch als Hexenbrennen bezeichnet. Die Hexen sollten durch dieses Großfeuer aus dem Dorf verjagt werden- die Menschen wollten so die Früchte ihrer Arbeit vor Anschlägen schützen.
Durch das Verbrennen der Besen wurden sie ihres Fortbewegungsmittels beraubt. Im übrigen; Mit der Freinacht- oder Hexengeschichten hat die Heiliggesprochene Walpurga wenig zu tun. Den heutigen Brauch, ein größeres Feuer an einer Stelle abzubrennen, gab es damals genauso wenig. Aus Gründen der Brandsicherheit ist es besser , ein zentrales Feuer zu entzünden. Mit einher ging das Versammeln des ganzen Dorfes um das Feuer- ein richtiges Volkfest entstand .
Heute steht das Hexenbrennen symbolisch für das Überwinden des Winters und des Alten. Schon immer übte das Feuer auf die Menschen eine gewisse Faszination aus - das Bedürfnis, dabei zu sein, ins Feuer zu schauen ist nach wie vor groß. Schon viele Wochen vorher werden Reisig und Holz im eigenem Grundstück zusammengetragen und 14 Tage vorher auf die Festwiese gebracht. Wobei das die Gefahr des vorzeitigern Anzündens in sich birgt. Am Walpurgisabend führt oft ein Fackel- oder Lampionumzug mit Musikbegleitung dorthin, der Reisighaufen wird ohne jegliche Zeremonie entzündet.