Hexenbrennen

 

Vor allem vor dem Weltkrieg stand das Hexenbrennen in engem Zusammenhang mit dem  Aufstellen eines Maibaumes
verbunden mit Tanz.

 

Es fand überall dort statt, wo sich genug
Jugendliche zusammenfanden. Bis heute kümmern vorrangig
sie sich darum.

 

Zunächst wird die Maistange beschafft, meist eine gut gewachsene Tanne, Kiefer oder Fichte. Sie wird bis auf die Krone abgeästet und geschält. Der Maibaum wird verschieden geschmückt,
zum Beispiel mit Blumen oder bunten Schleifen. Der Stamm wird mit Girlanden umwunden und mit einer Birke gekrönt. Das Aufstellen besorgen die Jugendlichen, die den Baum auch bewachen. Denn die umliegenden Gemeinden wollen den Kranz stehlen, um mit ihm als Trophäe den eigenen Maibaum zu schmücken. Diese Tradition wird in Niedercunnersdorf seit der Wende wieder gepflegt. Die Niedercunnersdorfer besitzen unter anderem bereits Kränze aus Herrnhut, Strahwalde, Großschweidnitz, Kottmarsdorf und Ottenhain.